Aktuelle Informationen für unsere Mitglieder: Aufnahme von Geflüchteten aus der Ukraine

Aufgrund des Krieges in der Ukraine fliehen derzeit sehr viele Menschen aus ihrer Heimat auch nach Hamburg und suchen händeringend nach einer Unterkunft.

Sie möchten Familienangehörige oder Freunde aus der Ukraine vorübergehend in Ihrer Wohnung aufnehmen oder einfach aus humanitären Gründen helfen?

Wir haben Informationen zusammengestellt, unter welchen Bedingungen Sie, als unsere Genossenschaftsmitglieder, bei der Unterbringung helfen können.

Darf ich Geflüchtete kurzfristig in meiner Wohnung aufnehmen?

Grundsätzlich dürfen Sie Geflüchtete für einen kurzen Zeitraum von bis zu 8 Wochen zu Besuch bei sich aufnehmen, ohne uns vorher informieren zu müssen. Bitte beachten Sie, dass Sie dabei die Wohnung in der Personenanzahl nicht „überbelegen“ - als Maßstab gilt: möglichst nicht mehr als eine Person pro Raum. Ihre Nachbarn sollten durch Ihren Besuch nicht gestört werden.

Bitte beachten Sie: Als unsere Vertragspartner haften Sie auch für ein vertragswidriges Verhalten, der bei Ihnen aufgenommenen Personen.

Darf ich geflüchtete Menschen auch länger als 8 Wochen bei mir aufnehmen?

Wenn Sie geflüchtete Menschen länger als 8 Wochen bei sich aufnehmen möchten, handelt es sich um eine genehmigungspflichtige Untervermietung. Dabei bestehen die üblichen Regeln wie bei jeder anderen Untervermietung auch:

  • Grundsätzlich ist eine Untervermietung nur in Absprache mit uns möglich.
  • Bevor Sie Ihre Wohnung untervermieten, müssen Sie schriftlich einen Antrag einreichen. Das Formular hierfür finden Sie unter Online-Services auf der Website.
  • Bitte beachten Sie, dass die Wohnung immer Ihr Hauptwohnsitz bleiben muss. 
  • Bei einer Untervermietung der kompletten Wohnung wird die Genehmigung maximal für ein Jahr erteilt. Bei über diese Frist hinausgehenden Bedarf ist rechtzeitig vor Ablauf der Frist ein erneuter Antrag auf Untervermietung zu stellen.

Bitte beachten Sie: Wenn die Untervermietung an nachweislich beim Hamburger Amt für Migration registrierte Flüchtlinge aus der Ukraine erfolgt, verzichten wir für den Zeitraum von bis zu einem Jahr auf den von uns üblicherweise berechneten Untermietzuschlag.

Können Geflüchtete auch selbst Mitglied der BDS werden und eine Wohnung anmieten?

Der Erwerb der Mitgliedschaft ist gebunden an die Anmietung einer von der BDS angebotenen Wohnung, die zum betreffenden Zeitpunkt nicht an ein bereits beigetretenes Mitglied vergeben wird. Diese Wohnungen werden in der Regel auf der Website unter der Rubrik Wohnungsangebote veröffentlicht.

Um eine öffentlich geförderte Wohnung anmieten zu können, ist der Besitz eines Wohnberechtigungsscheins (§ 5-Schein) erforderlich. Zuständig für die Beantragung und Erteilung sind die bezirklichen Wohnungsämter in Hamburg.

 

Weitere Informationen

Weitere Informationen rund um das Thema Unterbringung von Geflüchteten aus der Ukraine finden Sie auf der Website der Stadt Hamburg unter dem nachfolgenden Link: https://www.hamburg.de/ukraine