Modernisierung eines Nahwärmenetzes in Hamburg-Bramfeld
Energieeinsparung und Reduzierung der Umweltbelastung mit CO2 wird vielfach durch nachträgliche Wärmedämmung von Gebäuden vorgenommen. Ein großes Einsparpotential besteht aber auch bei Heizungsanlagen und deren Wärmeverteilung.
Im größten Wohnquartier der BDS, im Haidlandsring / Bramfelder Drift, mit insgesamt 563 Wohnungen und rd. 34.000 m² Wohnfläche, erfolgt die Beheizung der Gebäude durch ein bestehendes, im Erdreich verlegtes Nahwärmenetz mit einer Gesamtlänge von rd. 1,8 km und einer zentralen Heizungsanlage. Die energetische Modernisierung beinhaltet eine komplette Erneuerung der Heizungstechnik und Neuverlegung von hochwärmegedämmten Wärmeleitungen in diesem Gebiet.
Die neue Heiztechnik besteht aus einer Kombination von modernen Brennwertkesseln in Kombination mit einem Blockheizkraftwerk (BHKW). Neben Wärme erzeugt das BHKW Strom, welcher wiederum den Strombedarf der Heizungstechnik deckt. Der nicht selbst genutzte Strom wird in das Stromnetz eingespeist und rückvergütet (Kraft-Wärme-Koppelung). Durch diese Maßnahme wird der Gesamtenergieverbrauch des Wohnquartieres um rd. 1,3 Mio. kWh/anno gesenkt, die CO2-Emmission um rd. 270 to/anno reduziert.
Das BHKW wird bei der geplanten Auslastung rd. 700.000 kWh/anno Strom produzieren. Der ersparte Heizverbrauch für die Mitglieder ist mit rd. 18 % berechnet. Die Baufertigstellung ist für Herbst 2012 geplant.

- Übersicht

- Quelle: www.technik-verstehen.de
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